 Ziel 8: Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung
Indikatoren
Ziel 8a Ein offenes nichtdiskriminierendes Handels- und Finanzsystem, das vorhersehbar ist und auf Regeln beruht.
Eingeschlossen ist eine Verpflichtung zu guter Regierungsführung, Entwicklung und Armuts- Bekämpfung - national und international
Ziel 8b Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder eingehen
Eingeschlossen sind: Zoll- und quotenfreier Zugang zum Export, für die am wenigsten entwickelten Länder; erweiterte Programme des Schuldenerlasses für hochverschuldete arme Länder (HIPC) und die Streichung der bilateralen Schulden; noch groß- zügigere ODA für die Länder zur Armutsbekämpfung
Ziel 8c Die besonderen Bedürfnisse der Binnenländer und der kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern
Ziel 8d Umfassendes angehen der Schuldenprobleme der Entwicklungsländer durch nationale und internationale Maßnahmen
Einige der unten aufgeführten Indikatoren werden für die am wenigsten entwickelten Länder (LDC) Afrika, Binnen- Entwicklungsländer und kleine Inselentwicklungsländer überwacht.
Die offizielle Entwicklungshilfe (ODA)
8.1 Netto-ODA insgesamt und zu den am wenigsten entwickelten Ländern, als Prozentsatz des OECD / DAC-Geber Brutto-Nationaleinkommens
8.2 Anteil der gesamten bilateralen, sektoral zurechenbaren Entwicklungshilfe der OECD / DAC-Geber zur sozialen Grundversorgung (Grundbildung, primäre Gesundheits- versorgung, Ernährung, sauberes Wasser, und sanitäre Einrichtungen)
8.3 Anteil der bilateralen öffentlichen Entwicklungshilfe der OECD / DAC-Geber, die ungebunden ist
8.4 Anteil des Brutto-Nationaleinkommens das die ODA von den Binnen-Entwicklungsländern erhält
8.5 Anteil des Brutto-Nationaleinkommens das die ODA von den kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungs- ländern erhält
Zugang zum Markt 8.6 Anteil der gesamten zollfreien Einfuhren in entwickelte Länder (nach Wert und ohne Waffen) aus den Entwicklungs- ländern und den am wenigsten entwickelten Ländern
8.7 Durchschnittlich auferlegte Zölle der Industrieländer für land- wirtschaftliche Produkte, Textilien und Bekleidung aus den Entwicklungsländern
8.8 Geschätzte Agra-Subventionen in den OECD-Ländern als Prozentsatz des Brutto Inlandproduktes (BIP)
8.9 ODA-Anteil zur Hilfe des Aufbaus der Handelskapazitäten
Die Tragfähigkeit der Verschuldung
8.10 Gesamtzahl der Länder, die ihre HIPC-Punkte erreicht haben, und die Anzahl derer, die die Vollendung ihrer HIPC-Punkte erreicht haben (kumulativ)
8.11 Schuldenerlass im Rahmen von HIPC und MDRI Initiativen
8.12 Schuldendienst in Prozent für Exporte und Dienstleistungen
Ziel 8e In Zusammenarbeit mit den Pharmaunternehmen den Zugang zu erschwinglichen und unentbehrlichen Arzneimitteln für die Entwicklungsländer schaffen
8.13 Anteil der Bevölkerung mit Zugang zu erschwinglichen und unentbehrlichen Arzneimitteln auf einer nachhaltigen Basis
Ziel 8f In Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor die Zurverfü- gungstellung und Vorteile der modernen Technologien, insbesondere der Informations- und Kommunikations- technologie erreichen
8.14 Telefonanschlüsse pro 100 Einwohner
8.15 Zellular-Abonnenten pro 100 Einwohner
8.17 Internetnutzer je 100 Einwohner
Sind wir am Ziel ?
Bei aktuellen Wechselkursen fallen laut ODA die Schulden von einem Allzeithoch langsam; von US $ 107,1 Milliarden im Jahr 2005 auf US $ 104,4 Milliarden im Jahr 2006 und US $ 103,7 Milliarden im Jahr 2007. Die ist vor allem das Ergebnis eines Rückgangs der Verschuldung. Nach Korrektur von Preis- und Wechselkursänderungen fiel die Auszahlung von Beihilfen um 8,4 % in 2007 im Vergleich zu 2006.
Ohne Gewährung von Schuldenerlass stiegen die Beihilfen um 2,4% bei konstantem Dollar. 2005, auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen und damit zusammenhängenden Besprechungen, haben die Industrieländer zugesagt, ihre Hilfe von 80 Milliarden $ in 2004 auf 130 Milliarden $ bis 2010 zu erhöhen. Während die Mehrzahl der Verpflichtungen in Kraft bleiben, haben nur wenige Länder neue Ziele ange- kündigt, einige mit erhöhten Hilfezahlungen, andere haben Kürzungen vorgeschlagen.
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